Vorstellungsgespräch richtig planen 2018 – für Arbeitgeber

Auch wenn immer mehr online abläuft, führt nichts an einem herkömmlichen Vorstellungsgespräch vorbei. Dieses läuft in den meisten Fällen persönlich ab. Nur in den seltensten Fällen und außerhalb der Normalfälle verwendet man Skype-Interviews.

Schließlich kann man sein Gegenüber dadurch viel besser einschätzen. Denn als Arbeitgeber muss man innerhalb kürzester Zeit herausfinden, ob die Person kompetent und für den Job geeignet ist. Zudem muss der Bewerber auch zum Unternehmen passen.

Damit Sie das Beste aus einem Vorstellungsgespräch herausholen können, haben wir einen Leitfaden für ein ideales Vorstellungsgespräch erarbeitet. Sie können dieses 1:1 kopieren und profitieren, indem Sie nur noch A-Mitarbeiter einstellen. Dadurch wird Ihr Business ebenfalls langfristig profitieren.

Die passende Struktur

Ein Bewerbungsgespräch läuft oftmals immer nach einem Schema F ab. Man liest sich das Bewerbungsschreiben noch einmal genau durch und stellt immer dieselben Fragen. Doch auf diese Fragen kann sich ein Bewerber im Voraus immer sehr gut vorbereiten und Ihnen das sagen, was Sie hören möchten.

Allerdings sollten Sie hierbei einen Schritt zurückdenken. Denn ist es wirklich sinnvoll, wenn Sie alleine das Bewerbungsgespräch führen und kompetente Fachleute nicht dabei sind? Nein.

 

Deswegen sollten Sie im Voraus überlegen, welche Abteilungen ebenfalls beim Gespräch dabei sein sollten.

Oftmals ist es der Abteilungsleiter der Abteilung, wo der Bewerber eventuell arbeiten wird. Wenn Ihre Bewerber mehrere Stufen durchlaufen müssen, dann sollten Sie sich im Voraus überlegen, wer wo dabei sein muss. Im Prinzip sind es nur zwei entscheidende Fragen, die Sie sich stellen müssen.

  1. Wie wird entschieden und was vermitteln wir dabei?
  2. Wer muss am Gespräch beteiligt sein?

Wie wird entschieden und was vermitteln wir dabei?

Der Nachteil einer großen Gruppe ist, dass man nur sehr schwer eine gemeinsame Entscheidung treffen kann. Jeder ist immer einer anderen Meinung und je größer die Gruppe und je länger der Bewerbungsprozess ist, desto schwieriger wird es. Deswegen sollten Sie im Voraus festlegen, wer letztlich das Sagen hat.

Klären Sie Zuständigkeiten und Kompetenzen. Denn so können Sie Konflikte vermeiden, die sich vielleicht noch über die Bewerbungsgespräche hinaus fortsetzen könnten. Des Weiteren ist auch die Rolle dieser Personen sehr wichtig. Schließlich vermitteln Sie eine gewisse Signifikanz des Jobs, wenn nur hochrangige Entscheider am Tisch sitzen.

Wenn Sie ein Talent suchen und sich mehrere vermeintliche Talente beworben haben, dann sollten Sie auch sehr professionell und seriös auftreten. So kann sich auch der Bewerber denken, wie wichtig Ihnen dieser Job ist und wird sogleich bessere Leistungen erbringen wollen, um Sie von seinen Stärken zu überzeugen.

Wer muss am Gespräch beteiligt sein?

Bevor Sie über die unterschiedlichen Zuständigkeiten nachdenken, sollten Sie überlegen, welche Personen Sie auf Ihrer Seite haben möchten. Wenn Sie nur die Person einschätzen möchten, dann reicht es aus, wenn nur Sie am Tisch sitzen.

Bei Fachfragen sollten Sie allerdings einen Experten an Ihrer Seite sitzen haben. Schließlich können so falsche Antworten sofort vermerkt werden. Teilweise haben Ihre Abteilungen auch eigene Anforderungen. Sprechen Sie mit dem Abteilungsleiter und schauen Sie, ob Sie auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

Dann können Sie über den Einfluss auf die endgültige Entscheidung nachdenken.

 

Wie soll das Gespräch verlaufen?

Der Bewerber möchte primär etwas von Ihnen. Allerdings dürfen Sie nicht vergessen, dass Sie auch etwas vom Bewerber möchten. Schließlich möchten Sie einen kompetenten Mithelfer finden, der Sie voranbringt. Deswegen sollten Sie ebenso kompetent und vorbereitet erscheinen, wie Ihr Bewerber. Hierfür können Sie beispielsweise auch unser Linked Assist-Tool nutzen.

Überlegen Sie sich im Voraus einen gewissen Gesprächsleitfaden und hangeln Sie sich an diesem entlang. Sie müssen sich nicht komplett daranhalten, sondern können einige Themen auch durchaus tiefer behandeln oder überspringen. Wichtig ist nur, dass Sie Ihr Unternehmen vertreten, wie Sie auch gerne von Kunden wahrgenommen werden würden.

Des Weiteren könnten Sie Ihrem Image so extrem schaden. Wenn Sie wirklich nach Talenten suchen, die sogenannten A-Mitarbeiter, dann sollten Sie niemals unvorbereitet sein. Denn die meisten Talente kennen Ihren Wert. Entweder sagen diese dann nach dem Gespräch den Job ab oder beenden das Gespräch noch vorzeitig.

Wir empfehlen aus der Praxis, dass Sie auf jeden Bewerber individuell eingehen. Sie haben den Lebenslauf und das Motivationsschreiben vor Ihnen liegen. Sprechen Sie doch ganz spezifische Themen an. Je individueller Sie auf die Person eingehen, desto wohler wird er sich fühlen und desto besser können Sie die Person letztlich einschätzen.

Die Phasen eines Vorstellungsgesprächs

Ein Vorstellungsgespräch sollte nicht zu lange dauern, aber auch nicht zu kurz sein. Schließlich müssen Sie auch Ihrem Tagesgeschäft wieder nachgehen und auch der Bewerber kann sich nicht so lange konzentrieren und wird teilweise ungeduldig oder gelangweilt. Ein Vorstellungsgespräch sollte niemals länger als eine Stunde dauern.

Einige Assessment-Center dauern mehrere Stunden oder gehen einen ganzen Tag lang. Dies ist jedoch oftmals kontraproduktiv und auch für die Bewerber nicht gerade angenehm. Sie können das Vorstellungsgespräch in fünf Phasen aufteilen und so auch aufbauen.

 

Der Beginn ist sehr wichtig, damit das weitere Gespräch ebenfalls erfolgreich verläuft. Schließlich soll sich der zukünftige Mithelfer auch wohlfühlen. Achten Sie darauf, dass beteiligte Personen über das Vorstellungsgespräch Bescheid wissen.

Weihen Sie den Empfang ein und ebenso andere Personen. Wenn Ihr zukünftiger Mitarbeiter warten muss, dann geben Sie ihm kleine Leckereien oder bieten Sie ihm etwas zu trinken an. So etwas kommt immer sehr gut an und gleichwohl verbessert sich die Atmosphäre immens. Schließlich ist die Person auch angespannt und nervös.

Sie sollten ihm während des Gesprächs niemals das Gefühl geben, dass er nur Zeit kostet und eigentlich nervt. Schließlich ist er potenzieller Kollege. Auch wenn Sie es so bewusst nicht wahrnehmen, spürt er das Arbeitsklima.

Geben Sie ihm das richtige Gefühl und Sie können ein entspanntes Vorstellungsgespräch führen und so auf interessante Fragen kommen.

Phase 1: Vorstellung und Smalltalk

In der ersten Phase sollten Sie sich vorstellen. Wenn noch mehrere Personen dabei sind, dann sollten Sie diese vorstellen. Idealerweise zeigen Sie auch die Funktion der Personen im Unternehmen auf.

Schließlich können Sie nicht erwarten, dass die Person sofort weiß, was Frau Meyer in Ihrem Unternehmen macht.

Wichtig ist, dass Sie hierbei sehr sympathisch aber auch professionell auftreten. Sprechen Sie den Kandidaten mit seinem Namen an und reden Sie über seine Anreise. Diese Phase dauert normalerweise nicht länger als 5 Minuten.

Phase 2: Erstes Antasten

Nun haben Sie einen ersten Eindruck von der Person. Notieren Sie sich diesen! In der Bewertung ist dies sehr wichtig. Nun können Sie das Vorstellungsgespräch, wie gewohnt, beginnen. Starten Sie damit, dass Sie den Kandidaten etwas über ihn erzählen lassen. Gleichen Sie dies mit seinem Lebenslauf ab, wenn er noch neue Aspekte nennt, dann reden Sie darüber und stellen Sie dazu fragen.

Erkundigen Sie sich nach der Motivation. Die Motivation, viel Geld zu verdienen, ist sehr ehrlich und auch gut. Viele Arbeitgeber lehnen dies vollkommen ab, allerdings ist dies nicht schlecht. Erkundigen Sie sich nach den Stärken des Kandidaten und warum er denkt, dass er der Richtige für den Job ist.

Diese Phase dauert in der Regel 15 Minuten.

Phase 3: Präsentieren Sie sich selbst vor

Nun sind Sie an der Reihe. Präsentieren Sie Ihr Unternehmen, erzählen Sie, was die Werte des Unternehmens sind. Seien Sie hierbei authentisch. Der Kandidat wird es merken, wenn Sie einfach nur etwas auswendig aufsagen.

Oftmals stellen die Kandidaten im Vorstellungsgespräch auch noch Fragen. Bereiten Sie sich auf Fragen vor und beantworten Sie diese dann präzise.

Diese Phase dauert in der Regel 10 Minuten.

Phase 4: Fragerunde

Nun ist es Zeit für Fragen. Hierbei können Sie den Kandidaten noch Fragen stellen, aber ebenso soll der Kandidat Ihnen auch Fragen stellen dürfen. Allerdings gilt hier das Motto, dass es auch dumme Fragen gibt. Reagieren Sie auf diese gelassen und lassen Sie den Kandidaten seinen Faux-Pas bemerken. Versuchen Sie dies dann mit etwas Witz herüberzubringen.

Es wäre falsch, wenn Sie die Frage einfach ignorieren oder sich darüber lustig machen. Wenn Sie clevere Rückfragen erhalten, dann loben Sie die ruhig. Denn dies zeigt auch, dass Sie sich einen idealen Kandidaten ausgesucht haben.

Normalerweise dauert diese Fragerunde auch nicht länger als 10 Minuten.

Phase 5: letzten Informationen und Abschied

Letztlich müssen Sie dann noch einige weitere Informationen vorbringen, sodass der Kandidat auch weiß, wie es weitergeht. Folgende Dinge sollten Sie noch sagen:

  1. Weitere Bewerbungsschritte
  2. Wann kann man mit einer Antwort rechnen?
  3. Wer ist der Ansprechpartner?
  4. Wo kann man Fahrtkosten abrechnen?

Nun haben Sie, hoffentlich, ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch gehabt und bald einen neuen Angestellten und Kollegen.

Wie geht es weiter?

Beim Vorstellungsgespräch sollten Sie auf jeden Fall Ihre Zusagen einhalten und dadurch Ihr Gesicht wahren. Wenn Sie einen Zeitpunkt einer Antwort angeben, dann sollten Sie sich auch daran halten oder den Kandidaten per Mail wissen lassen, dass es zu Verzögerungen kommt.

Nun ist es Ihre Aufgabe, dass Sie das Vorstellungsgespräch aufarbeiten und sich mit Ihren Kollegen auf eine Person einigen.

Vorstellungsgespräch korrekt planen – abschließende Worte

Abschließend hoffen wir, dass wir Ihnen einige Tipps mit diesem Leitfaden mitgeben konnten. So sollten Sie die Bewerbung auf einen Job in Zukunft noch besser planen können. Nicht nur Sie machen dadurch bessere Karriere als Personaler, sondern auch Ihr neuer Kollege wird es Ihnen danken, wenn er die Möglichkeit bekommt, bei Ihnen Karriere zu machen.

Wichtig ist, dass Sie einen sehr guten Bewerbungsprozess aufstellen. Denn idealerweise beauftragen Sie nur A-Mitarbeiter. Sobald Sie einen B-Mitarbeiter einstellen, sinkt sofort das ganze Arbeitsklima. Doch dies ist ein Thema für einen anderen Artikel. Haben Sie so eine Stelle besetzen können? Lassen Sie es uns wissen.

 

 

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