Rankingfaktor SSL – HTTPS-Verschlüsselung ist ein Muss!

In diesem SEO-Lexikon-Eintrag wollen wir mit Ihnen den Rankingfaktor SSL-Verschlüsselung besprechen. Allerdings erfahren Sie weitaus mehr über die SSL-Verschlüsselung. Zum Beispiel erklären wir Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie ein SSL-Zertifikat installieren und Ihre Website dann auf https umstellen.

Als Webmaster sind Sie für solch einen Wechsel verantwortlich. Allerdings kommt es hier am häufigsten zu Fehlern. Schließlich ist Ihre Website sehr wahrscheinlich recht groß und umfangreich. Sofern Sie einen Blog besitzen, kommen auch regelmäßig neue Seiten hinzu. Deswegen sollten Sie Ihre Website auf SSL umstellen, solange es noch geht. Ansonsten ist der Aufwand deutlich höher.

Bevor wir nun ausführlich auf den Rankingfaktor SSL eingehen, möchten wir Ihnen erklären, was es mit dem SEO-Lexikon auf sich hat. Schließlich haben wir diesen Blog so umgebaut, dass er nun als Online-Lexikon fungieren kann.

Allgemeines zum SEO-Lexikon

Suchmaschinen-Optimierung hat sich zu einer recht komplexen Thematik entwickelt. Früher war es deutlich einfacher, eine Webseite für gewisse Keywords im Ranking zu verbessern. Sie mussten weder auf die Qualität der Backlinks achten, noch einen wirklich guten Text schreiben. Dies hat sich alles verändert.

SEO ist vergleichbar mit einem Buch in einer anderen Sprache. Sogar Suchmaschinen-Optimierer verlieren regelmäßig den Überblick. Deswegen finden Sie hier in diesem SEO-Lexikon Artikel und Einträge zu allen denkbaren Rankingfaktoren. Hier besprechen wir alte als auch neue Faktoren. Zusätzlich erhalten Sie Praxis-Tipps und ganze SEO-Strategien für Ihren Website-Erfolg.

Wöchentlich veröffentlichen wir hier neue Beiträge und das bereits seit 2017. 2018 ändert sich daran gar nichts. Wir wollen Ihnen unser Wissen über Inbound-Marketing und SEO mitteilen, sodass Sie ein besserer Webmaster werden.

Doch nun soll es um das eigentliche Thema gehen – dem Rankingfaktor SSL.

Was ist SSL/TLS?

Hier wird es sehr technisch. Dennoch versuchen wir, die Funktionsweise recht simpel zu erklären. Sollten Sie Fragen haben, können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen. Wir versuchen Ihnen die Thematik dann genauer zu erklären.

SSL steht für Secure Sockets Layer. Dies beschreibt ein Protokoll, das es ermöglicht, im Internet verschlüsselte Verbindungen einzugehen. Dadurch können Sie Daten und Informationen verschlüsselt übermitteln. Besonders im Bereich Online-Shopping und eCommerce ist diese Verschlüsselung sehr wichtig.

Schließlich geben Sie regelmäßig Zahlungsinformationen oder andere persönliche Daten an. Außenstehende gehen diese Daten nichts an. Deswegen entwickelt ein ausgewähltes Team diese Technologie auch immer weiter.

Strenggenommen ist SSL nicht mehr aktuell. Denn die aktuelle Version (SSLv3.1) heißt nun TLSv1.1. TLS steht für Transport Layer Security. Diese Aktualisierungen waren auch dringend notwendig. Denn in jüngster Vergangenheit kam es zu immer neuen Sicherheitslücken.

Webseiten, die veraltete Versionen benutzen, zeigt der Web-Browser als nicht mehr sicher an. Vielleicht haben Sie diese Sicherheitswarnungen schon mal gesehen, bevor Sie eine Website betreten haben. Vielleicht haben Sie auch genau aus diesem Grund die Webseite nicht betreten. Für SEO wäre dies extrem fatal. Ihre Nutzer-Metriken wären extrem schlecht und dadurch verlieren Sie sehr viele Rankings.

 

Woran erkennen Sie eine SSL-Verschlüsselung?

Eine SSL-Verschlüsselung erkennen Sie an der URL. Normalerweise steht vor der Web-Adresse http. Dies steht für Hypertext Transfer Protocol Secure. Sofern die Website eine gültige SSL-Verschlüsselung benutzt, wird aus dem http ein https. Das „S“ steht für TLS oder SSL. Das ist abhängig davon, welche Version genutzt wird.

Google Chrome zeigt zusätzlich ein Textfeld vor der URL an. Ein grünes Schloss mit dem Text „Sicher“ bedeutet, dass die Seite korrekt verschlüsselt wird.Sie müssen sich um Ihre Daten keine Sorgen machen. Niemand kann diese ausspähen.

Rankingfaktor SSL: Google bevorzugt SSL 

Tatsächlich bevorzugt die Suchmaschine Webseiten mit gültigen SSL-Zertifikaten. Dies ist bereits seit August 2014 ein offizieller Rankingfaktor. Denn der Webmaster Central Blog hat diesbezüglich einen Beitrag veröffentlicht. Der Titel lautet: „HTTPS ist ein Ranking-Signal für Google“. Deswegen müssen wir hier auch nicht darüber diskutieren.

Fakt ist, dass eine Webseite mit dieser Verschlüsselung deutlich bessere Rankings erhält. Google belohnt sichere Seiten. Dies steht auch in einem gewissen Zusammenhang zum Mobile-Index, der noch 2018 eingeführt werden soll. Allerdings ist dies ein anderes Thema.

Da es sich um einen sehr technischen Faktor handelt, sollten Sie diesen schnellstmöglich umsetzen. Schließlich müssen Sie nicht viel Geld investieren oder irgendwas Besonderes machen oder können. Sie müssen nur ein gültiges SSL-Zertifikat auf Ihrer Webseite installieren und dem Nutzer dadurch eine sichere Verbindung ermöglichen.

Sicherheit erhöht die Usability auch maßgeblich. Der Rankingfakor Usability ist ein immer wichtiger werdender Faktor für die Suchmaschine Google. Jeder SEO sollte seinen Kunden darüber aufklären. Denn die Umstellung ist in wenigen Schritten getan. Mithilfe unserer Anleitung werden Sie auch keine Fehler machen.

Umstellung auf https und Rankingverluste

In etlichen Internetforen lesen wir immer wieder, dass nach einer Umstellung auf https schwere Rankingverluste hinzunehmen waren. Diese haben sich erst nach mehreren Wochen amortisiert. Als Unternehmen oder gar Affiliate-Seite sind Rankingverluste extrem erfolgskritisch und können für ein schlechteres Betriebsergebnis sorgen.

Deswegen raten sehr viele SEOs davon ab. Allerdings überwiegen die Vorteile und langfristig gesehen, kommen Sie daran nicht vorbei. Ansonsten zeigt der Web-Browser Ihre Seite immer als „Nicht sicher“ an. Als Online-Shop wäre dies mehr als fatal.

Jedoch sind Rankingverluste nur zu verzeichnen, wenn Sie

die Umstellung nicht professionell angegangen sind.Das bedeutet, bei einer korrekten Installation müssen Sie keine Rankingverluste hinnehmen. Beachten Sie dafür die folgenden Aspekte, die wir gleich etwas genauer behandeln.

  1. 301-Weiterleitungen richtig einrichten
  2. Sitemap korrigieren
  3. Abgelaufene Zertifikate nicht weiterbenutzen
  4. Eingebundene Dateien überprüfen
  5. Interne Verlinkung überprüfen
  6. Canonical-Tags umstellen
  7. Subdomains auch umstellen
  8. Analysetools neu einrichten

Wenn Sie diese acht Aspekte beachten, kommt es im Regelfall nicht zu einem Rankingverlust.

301-Weiterleitungen korrekt implementieren

Der erste Schritt ist, dass Sie 301-Weiterleitungen korrekt implementieren. Schließlich ist die HTML-Datei nun unter einer neuen Adresse vorzufinden. Angenommen, Sie lassen nun auch noch die http-Version erreichbar, erkennt Google Duplicate Content. Mehr zum Rankingfaktor Duplicate Content erfahren Sie in dem entsprechenden SEO-Lexikon-Eintrag.

Wir empfehlen die 301-Weiterleitung von der http- zur https-Seite. Die 301-Weiterleitung bedeutet nämlich, dass Ihre Seite permanent umgezogen ist, was auch der Fall ist. Inzwischen sieht Google zwar die 302-Weiterleitung wie eine 301-Weiterleitung, dennoch empfehlen wir Ihnen diese nicht.

2. Sitemap korrigieren

Ihre Sitemap zeigt bislang nur die http-Seiten an. Entweder Sie nehmen solch eine Einstellung über das Yoast-WordPress-Plugin vor oder Sie kreieren alles per Hand. Anschließend müssen Sie die Sitemap auch wieder bei der Search Console ehemals Webmaster Tools einreichen.

Sollten Sie eine neue Sitemap-URL haben, müssen Sie in der robots.txt-Datei darauf hinweisen. Ansonsten sieht der Googlebot immer noch die alten Seiten in der Sitemap und versucht diese zu crawlen. Dadurch verschwendet er nur Crawling-Budget.

3. Abgelaufene Zertifikate nicht weiterbenutzen

Jedes Zertifikat hat auch ein Ablaufdatum. Überprüfen Sie regelmäßig, wann Ihr Zertifikat abläuft oder noch besser, tragen Sie sowas gleich in Ihren Kalender ein. Schließlich können Sie dem Nutzer keine Sicherheit mehr gewährleisten, sofern Sie ein abgelaufenes SSL-Zertifikat nutzen.

4. Eingebundene Dateien überprüfen

Normalerweise hat eine Website viele Bilder, Videos oder andere Content-Elemente von externen Quellen eingebunden. Deswegen sollten Sie sicherstellen, dass auch die Bild-URLs auf die neue URL-Adresse umgestellt sind. Ansonsten haben Sie eine Sicherheitslücke auf Ihrer Webseite.

Nicht nur Bilder müssen Sie überprüfen, auch Videos, API-Schnittstellen und so weiter. Alles, was Sie eingebunden haben, muss überprüft werden.

5. Interne Verlinkung überprüfen

Der fünfte und sechste Punkt stehen in einem sehr direkten Zusammenhang zueinander. Allerdings wollen wir erst einmal auf die internen Links zu sprechen kommen. Schließlich gibt es auch einen Rankingfaktor interne Verlinkung.

Überprüfen Sie all Ihre Links zu anderen Seiten. Hierbei können Sie die Links zu externen Seiten gleich mitüberprüfen. Stellen Sie sicher, dass die Links zu Ihrer Seite auf jeden Fall auf die neue https-Seite verweisen.

6. Canonical-Tag überprüfen

Das Canonical-Tag gibt an, wo der eigentliche Ursprungsort des Contents zu finden ist. Hier sollte immer auf die https-Seite verwiesen werden. Auch wenn der Text auf Ihrer Seite der Ursprungsort ist, muss dieser auf die Seite an sich verweisen. Ansonsten akzeptiert Google diese Canonical-Tag-Markierung nicht und es könnte zu Fehlern kommen.

7. Subdomains auch umstellen

Hier müssen wir nicht viel zu sagen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Subdomains auch auf die SSL-Verschlüsselung umstellen und dort ebenfalls dieselben Sachen überprüfen.

8. Analysetools neu einrichten

Nun müssen Sie auch der Search Console eine neue Property hinzufügen. Wählen Sie nun Ihre Webseite mit https aus. Dasselbe gilt auch für Google Analytics. Ansonsten erhalten Sie irgendwann keine Daten mehr zum Traffic und werden sich wundern, warum die beiden Tools denn angeblich nicht mehr funktionieren.

Rankingfaktor SSL-Verschlüsselung: Fehler oder Probleme

Sofern Sie sich an unsere Anleitung halten, kann Ihnen eigentlich nichts passieren. Sollten Sie sich mit der ganzen Thematik nicht auskennen, dann sollten Sie lieber jemanden damit beauftragen. Die WordPress-Nutzer haben es hier wiederum etwas einfacher. Es gibt ein PlugIn namensReally Simple SSL, das fast alles überprüft und ändert, sodass die Umstellung sauber erfolgt.

Abschließende Worte

Letztlich wollen wir noch sagen, dass es sich hierbei um einen Rankingfaktor handelt, der sehr leicht umgesetzt werden kann. Deswegen sollten Sie auch auf jeden Fall Ihre Seite verschlüsseln und diese Verschlüsselungsmethode dafür benutzen. Sie können bereits nach wenigen Wochen Rankingverbesserungen wahrnehmen, auch wenn es nur sehr geringe Verbesserungen sind.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, dann nehmen Sie gerne per Mail Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns sehr auf Ihr Feedback oder Fragen und versuchen diese schnellstmöglich zu beantworten. Des Weiteren empfehlen wir Ihnen die ZertifizierungsstelleLets Encrypt..

Hier erhalten Sie solch ein Zertifikat kostenlos. Allerdings könnte die Installation dann etwas komplexer sein, da Ihr Hoster dies nicht für Sie vornehmen kann. Informieren Sie sich darüber, bevor Sie irgendwelche Aktionen vornehmen.

 

Vertreten durch:

Geschäftsführer:
Daniel Gurrieri,
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Michael Fiedler

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