Hype um Vero: Die neue Social-Media-App

Durch den Hype um Vero haben Sie sicherlich schon davon gehört. Angeblich soll Vero Facebook, Twitter und auch Instagram in den Schatten stellen. Zusätzlich sagt Vero, dass es sich um eine True-Social-App handelt. Die Dinge, die Benutzer an den anderen Netzwerken stören, macht Vero angeblich besser. Allerdings gibt es viele Kontroversen um den mangelnden Datenschutz sowie weitere Metriken und Funktionen.

Doch wie sollten Sie sich als Marketer positionieren? Sollten Sie den Hype um Vero nutzen und sich auf die Plattform einstellen oder ist die Plattform in wenigen Wochen wieder vergessen? Ein ähnliches Schicksal erlitt Vine. Hier konnten die Benutzer kurze, lustige Videos zusammenschneiden. Nichtsdestotrotz war nach dem ersten Hype schnell Ende. Deswegen wollen wir uns in diesem Inbound-Marketing-Artikel etwas genauer mit der neuen Plattform auseinandersetzen.

Was kann Vero?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um eine App. Das bedeutete, dass Sie sich nicht über Ihren Desktop-PC oder ähnliches anmelden können. Die Nutzung ist ausschließlich über das Smartphone oder Tablet möglich. Allerdings ist die App und ebenso die Registrierung kostenfrei. Die App finden Sie im jeweiligen AppStore und registrieren können Sie sich in der App.

Sofern Sie dies erledigt haben, sehen Sie die Benutzeroberfläche. Die Entwickler haben hier alle erfolgreichen Designs miteinanderverbunden.Sie finden die meisten Elemente aber aus Instagram und Facebook. Dies wirkt sehr vertraut. Folglich finden sich die Benutzer schnell zurecht und interagieren in wenigen Minuten mit den unterschiedlichen Funktionen.

Sollten Sie ein Posting verfassen, müssen Sie dies zwangsläufig mit einem der folgenden Inhalten verbinden:

  • Bilder
  • Buch
  • Video
  • Song
  • Ort
  • Link

Dadurch sieht Ihr Posting stark nach einer Weiterempfehlung aus. Von einem natürlichen Posting können wir an dieser Stelle nicht sprechen. Schauen Sie sich einmal die Beiträge Ihrer Freunde an. Dort können Sie erkennen, was wir meinen.

Ihre Kontakte und Freunde teilt die App in unterschiedliche Kategorien ein. Zum einen gibt es enge Freunde und Freunde und Bekannte. Bei jedem Posting können Sie auswählen, wer Ihrer Freundesgruppen Ihren Beitrag sehen darf.

Diese Funktion bietet Ihnen Facebook auch. Bei Instagram ist es nicht so einfach, ein Bild oder eine Story vor Menschen zu verbergen. Allerdings ist die Funktion bei Vero deutlich simpler gestaltet. Ferner können Sie einem anderen Profil auch einfach folgen. Sie müssen nicht gleich Freunde sein. Dies ist ähnlich wie bei Facebook mit der Facebook-Fanpage.

Letztlich ist das Teilen von Beiträgen, Videos und Bildern die Hauptfunktion von Vero. Der Erfinder, Ayman Hariri, bietet die App bereits seit 2015 an. Doch warum gibt es nun erst jetzt einen Hype um Vero? Macht die Social-App wirklich alles besser?

„Weniger Social-Media, mehr Social-Life“

Das ist das Motto von Vero. Denn in der Vergangenheit gab es sehr viel Entrüstung über irgendwelche Algorithmen, die extrem benutzerunfreundlich waren. Beispielsweise zeigt Instagram den Feed nicht mehr chronologisch, sondern angeblich nach Relevanz an. Dasselbe gilt für Facebook. Dies nervt nicht nur private Nutzer, sondern ebenso Unternehmen und Firmen.

Schließlich war das Marketing dadurch deutlich schwieriger zu gestalten. Die Follower und Fans sahen kaum noch Beiträge. Außer das Unternehmen bezahlte Facebook oder Instagram für die entsprechende Reichweite. Dies konnte aber keine langfristige Lösung sein.

Ferner ist vor allem Facebook in Verruf geraten. Teilweise verkauft das Unternehmen die Profil-Daten hemmungslos an andere Konzerne, um einen zusätzlichen Gewinn zu machen. In jüngster Vergangenheit versucht Facebook mithilfe von TV-Werbung gegen dieses Image anzukämpfen. Allerdings sind die Resultate eher schwach.

Genau hier soll Vero ansetzen. Nutzerdaten sollen gar nicht angefasst oder bearbeitet werden. Es scheint so, als würde sich Vero schon fast schämen, solche Daten überhaupt zu haben. Bei der Anmeldung/Registrierung müssen Sie dadurch auch nur ein Minimum an Informationen angeben.

Lediglich die folgenden Informationen braucht die Plattform:

  • Name (es muss nicht Ihr echter Name sein)
  • E-Mail-Adresse
  • Telefonnummer, die ausschließlich zur Verifizierung genutzt wird
Wie verdient das Netzwerk Geld?

Nun stellt sich die Frage, wie das Netzwerk überhaupt Geld verdient. Facebook verdient das meiste Geld durch bezahlte Werbeanzeigen. Diese gibt es so bei Vero nicht. Ansonsten werden gerne persönliche Daten verkauft. Allerdings distanziert sich Vero auch davon.

Der Grund, weshalb Sie ein Video, Bild, Link, Buch oder ähnliches hinzufügen müssen, ist, dass der Link zu einem Affiliate-Link umgewandelt wird. Angenommen, Ihr Freund empfiehlt ein Buch. Dann ist der Link zum Buch in den iTunes Store mit einem Affiliate-Link versehen. Sollten Sie das Buch kaufen, erhält Vero eine entsprechende Provision.Allerdings handelt es sich dann doch um eine Verkaufsplattform. Denn Vero verdient nur, wenn etwas verkauft wird. In Zukunft könnte sich dieser Aspekt noch

verstärken. Zusätzlich ist die Mitgliedschaft noch kostenfrei. Allerdings ist dies nur der Fall für die ersten eine Millionen Nutzer. Danach handelt es sich um eine Premium-Plattform. Bei Neuregistrierung müssen Sie zahlen.

Was empfiehlt sich für Marketer?

Im Internet kursieren die wildesten Gerüchte und News, dass Vero die Plattform 2018 schlechthin wird. Wir sehen das etwas kritischer. Zwar setzen sehr viele Influencer auf die Plattform, aber das war auch bei Vine der Fall. Was wir als kritisch betrachten, ist, dass Marketer keine Werbeanzeigen schalten können.

Des Weiteren gibt es auch nur einen sehr geringen Einblick in Nutzer- und Nutzungsdaten. Es ist schwierig, mit der Zielgruppe zu interagieren. Schließlich kennen Sie Ihre Follower nur in den seltensten Fällen und müssen deswegen viel spekulieren. Als Zwischenfazit können wir hier festhalten, dass wir Vero nicht als Social-Media-Marketing-Plattform sehen.Nichtsdestotrotz können Sie dieses Netzwerk für Ihre Marketing-Zwecke nutzen. Hierbei sollten Sie auf Influencer-

Marketing zurückgreifen.Schließlich sieht jedes Posting wie eine Weiterempfehlung aus. Große Kanäle und bekannte Personen haben bereits eine starke Gefolgschaft. Egal, wie die Person das Posting mit Ihrem Produkt/Ihrer Dienstleistung gestaltet, es sieht immer wie eine Empfehlung aus.

Der Vorteil hierbei ist, dass alle Follower den Beitrag sehen. Schließlich gibt es keine Algorithmen oder Sortierungen nach Relevanz wie bei Facebook oder Instagram. Der Influencer ermöglicht folglich eine deutlich stärkere Interaktionsbereitschaft. Für Unternehmen ist das sehr interessant.

Experten- und Pionierstellung aufbauen

Es gibt aber ein Problem. Bislang können Sie in keinen Beiträgen auf andere Kanäle von sich verweisen. Ein Posting mit einem Link zu Ihrer Webseite ist schwierig. Ebenso können Sie nicht Ihren YouTube-Kanal teilen. Es gibt nur den Affiliate-Link zu iTunes.

Ferner können Sie Ihre Beiträge auch nicht netzwerkübergreifend teilen. Wir gehen davon aus, dass dies so ist, da Vero bald eine Premium-Plattform wird. So können nur Follower, die zahlen und ein Abo haben, die Postings sehen. Ansonsten könnten Nutzer die Premium-Sperre umgehen und Vero auch nicht-zahlungspflichtig nutzen.

Hype um Vero: Viele Probleme und ein mangelndes Vertrauen

Bislang ist unser Fazit eher negativ. Firmen haben hier einige Vorteile, aber auch etliche Nachteile. Social-Media-Marketing ist im herkömmlichen Sinne nicht möglich. Allerdings könnte sich dies mit der Zeit noch ändern. Bislang muss die Plattform nämlich mit anderen Problemen kämpfen.

Wir können die Probleme in zwei Kategorien fassen:

  1. Hype um Vero, aber technische Probleme und Defizite
  2. Mangelnde Transparenz zur Datensicherheit
Wie wir bereits erwähnte, muss ein Nutzer bei der Anmeldung die Telefonnummer angeben. Dies dient, angeblich, nur zur Authentifizierung. Allerdings ist dies vielen Nutzern zu privat. Es besteht noch gar kein Vertrauen zur Plattform und Erfahrungen zeigen, dass man die Telefonnummer lieber nicht herausgibt.

Doch auch der Marketing-Gag steht stark in Kritik. Die ersten eine Millionen Nutzer sollen die Plattform lebenslänglich kostenfrei nutzen können. Jedoch erzeugt dies einen gewissen Druck, sich schnell anzumelden, ohne vorher die Risiken zu kennen. Niemand setzt sich deswegen mit der Datensicherheit auseinander. Schließlich ist eine ausführliche Auseinandersetzung in einem solch kurze Zeitraum nicht möglich.

Des Weiteren ist das mangelnde Vertrauen ebenfalls begründet. Wir haben einmal die Datenschutzerklärung und auch die AGBs gesehen. Prinzipiell gibt es hier nicht viele Unterschiede zu anderen Plattform. Vero sammelt ebenso Nutzungsdaten. Angeblich macht die App das nur, um die Performance zu verbessern. Doch ob das der Wahrheit entspricht, wissen wir nicht.

Technische Probleme erschweren die Nutzung

Sind Sie bereits Mitglied? Dann kennen Sie die technischen Probleme und Bugs wahrscheinlich sehr gut. Dies liegt wahrscheinlich an den vielen Anmeldungen in jüngster Vergangenheit. Beispielsweise konnten sich einmal viele Interessenten nicht anmelden. Der Server ist noch heute oftmals überlastet und die Ladezeiten sind extrem nervtötend.

Viele spekulieren bereits, dass „True-Social“ das Motto ist, da Vero so viele Bugs und Probleme hat, sodass sich die Nutzer doch ins reale Leben bewegen und dort mit Freunden kommunizieren.

Fazit: Hype um Vero

Zu den sozialen Apps sollte immer etwas Skepsis herrschen. Schließlich sind die persönlichen Daten extrem wertvoll und sollten von jeder Person geschützt werden. Insofern stellt Vero schon eine gewisse Revolution da. Im Gegensatz zu anderen Netzwerken und Apps herrscht dort weniger Werbung und auch die Grundfunktionen sind für die Benutzer kreiert worden. Hier achteten die Entwickler wirklich auf die Kundenwünsche.

Die Ausgangssituation sieht gut aus, aber es ist nichts Innovatives. Die Grundfunktionen kennen wir bereits. Es gibt keinen Wow-Effekt, den wir auch bei den  Schreibtipps für Blogger thematisieren. Ferner stellen wir die Finanzierung in Frage.

Wir denken nicht, dass sich solch eine Plattform lange nur über Affiliate-Links finanzieren kann. Deswegen ist es nur eine Frage der Zeit, bis Vero Geld kostet. Ab diesem Zeitpunkt gehen die Anmeldezahlen deutlich in den Keller. Dies ist problematisch für solche Netzwerke. Schließlich leben diese von Skalen- und Netzwerkeffekten.

Des Weiteren ist Vero nicht die erste Plattform, die so etwas versucht. Zusätzlich gibt es noch Ello Hier war das Ziel, eine Alternative zu Facebook zu schaffen. Die Plattform dient überwiegend Künstlern und wurde im Stil von Pinterest aufgebaut.

Auch Google+ hat versucht, den Marktführern Konkurrenz zu machen. Bei 2,2 Millionen registrierten Nutzern sind aber nur 1% wirklich aktiv. Die Plattform hat die Nutzer nur erhalten, da ein Google+-Konto für YouTube Pflicht ist.

Letztlich kennen wir auch noch Diaspora. Hier sollen persönliche Daten auf einem persönlichen Server hinterlegt werden. Nun spricht Diaspora nur noch eine sehr kleine Nische an. Weitere Informationen zu diesem Netzwerk finden Sie hier

Abschließend möchten wir sagen, dass wir den Newsletter abonniert haben und Sie hier auf dem neusten Stand halten. Wir sind sehr gespannt, was die Zukunft bringt.

 

 

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