Geringe Produktivität durch Smartphones

Unser Smartphone begleitet uns tagtäglich. Wir können das Haus nicht mehr verlassen, ohne dass wir unser Smartphone bei uns haben. Doch nicht nur unterwegs sind wir erreichbar, sondern auch, wenn wir gerade arbeiten, lernen oder mit Freunden reden. Wenn wir uns dann einmal konzentrieren wollen, dann lassen wir uns viel zu schnell ablenken und können unserer Arbeit nicht mehr konzentriert nachgehen.

Wir sind sehr abhängig von unseren Smartphones. Ob es nun die WhatsApp-Nachrichten  sind oder lustige Videos auf Facebook – die Ablenkungsfaktoren sind überall und ständig um uns herum. Leidet dadurch unsere Produktivität? Dies ist die Leitfrage dieses Artikels.

Schließlich haben einige Firmen bereits das Smartphone am Arbeitsplatz verboten. Ist diese Entscheidung richtig gewesen oder sind Smartphones keine Produktivitätshemmer?

Was für eine Rolle spielen Smartphones am Arbeitsplatz?

Eine Studie der Bank of England hat sich ebenso dieser Frage gewidmet.

Durch die ständige Ablenkung der Smartphones geht die Bank davon aus, dass man dadurch nicht mehr produktiv arbeiten kann. Dies würde langfristig das Wirtschaftswachstum hemmen und dieses langfristig verhindern. Wir können dies aus der Praxis nur bestätigen. Denn man kann das Smartphone niemals unbeachtet in der Tasche lassen.

 

Sobald es einmal vibriert, müssen wir sofort auf das Smartphone schauen und dieses in die Hand nehmen. Die Studie geht davon aus, dass wir durchschnittlich täglich 2617 Mal das Display unseres Smartphones berühren. Dies gilt vor allem für die durchschnittlichen User. Die Generation Y berührt das Display täglich etwa 5427-mal und verbringt täglich 225 Minuten pro Tag am Smartphone.

Die Studie hierzu können Sie hier nachlesen.

Produktivitätsmangel wird weltweit ein Problem

Doch dieses Problem ist nicht nur in England bekannt. Schließlich sei das Produktivitätswachstum in mehreren Ländern gesunken. Vergleicht man dies mit den Verkaufszahlen der Smartphones, wird offensichtlich, dass die Produktivität stark sinkt, wobei die Verkaufszahlen immer weiter steigen. Experten wollen sich hier nicht festlegen und bestätigen diesen Zusammenhang nicht. Allerdings lässt dies doch einige Fragen offen.

 

Ablenkung beeinflusst die Arbeitsweise

Selbst auf der Arbeit hat man deutliche Ablenkungsprobleme. Zwar versucht man im Büro, Ablenkungsfaktoren weitestgehend zu entfernen, jedoch funktioniert dies in den wenigsten Fällen sehr gut. Folgende Störfaktoren sind immer gegeben:

  • E-Mails
  • Telefon
  • Smartphone
  • Gewisse Geräuschkulisse

Allerdings müsse man hierbei auch nochmal unterscheiden. Schließlich kann man für einige Ablenkungen nichts. So kann man nie wissen, wann jemand anruft oder wann eine wichtige E-Mail erscheint. Allerdings gibt es Störfaktoren, die man selbst verschuldet. Hierzu zählt beispielsweise das Surfen in Social-Media-Plattformen.

Der größte Nachteil hierbei ist, dass man die Zeit sehr schnell vergisst und das Surfen quasi kein Ende findet. Aus diesem Nachteil folgen zwei weitere Probleme:

  1. Effektive Arbeitszeit wird weniger
  2. Die Qualität der Arbeit lässt nach

Vor allem Punkt zwei ist besonders wichtig. Studien und Umfragen haben ergeben, dass man rund 25 Minuten wieder braucht, um der Tätigkeit konzentriert nachzugehen. Dadurch wird die Qualität maßgeblich schlechter.

Ferner ist der Mensch ein Gewöhnungstier. Je öfter man sich ablenken lässt, desto lieber lässt man sich in Zukunft auch ablenken. Dadurch neigt man auch eher dazu, sich selbst abzulenken. Sozusagen kann man sich eine gewisse Produktivität antrainieren und sich an diese gewöhnen. Nachfolgenden haben wir noch einige Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie sich in Zukunft weniger ablenken lassen können.

Produktivität steigern: Deep-Work

Angenommen, Sie oder Ihre Mitarbeiter sind an einem Punkt angekommen, an dem die Produktivität maßgeblich nachlässt. Nun stellt sich die Frage, wie man dieses Problem grundlegend beheben kann. Schließlich liegt es auch in Ihrem Interesse, als Arbeitsgeber, dass Ihre Mitarbeiter möglichst produktiv arbeiten und qualitativ hochwertige Ergebnisse und Arbeiten liefern.

 

Hierzu gibt es das Konzept der „Deep-Work“. Im Prinzip wird hier versucht, dass man sich nicht ablenken lässt. Das Konzept wurde von einem amerikanischen Informatikprofessor entwickelt. Dieser heißt Cal Newport. Denn dieser Professor musste mit ansehen, wie seine Studenten immer schlechtere Ergebnisse lieferten, da sich diese auch während den Vorlesungen durch das Smartphone ablenken ließen.

Hierfür eignet man sich gewisse Methoden an, solche stellen wir Ihnen bei den Tipps vor, und trainiert dadurch auch noch die kognitive Fitness. Denn die Person lernt, ohne Ablenkung die volle Kontrolle über die Arbeitszeit zu haben. Hier kann man sich kleine Pausen einplanen. Schließlich wird sowieso empfohlen, nach einer Stunde Arbeit eine kleine Pause einzulegen.

 

Liegt das Problem wirklich an den Smartphones?

Hierzu gibt es noch keine eindeutigen Ergebnisse. Denn Studien der Harvard-Universität haben ergeben, dass unsere Gedanken die Hälfte der Zeit abschweifen und sozusagen wandern. Diese Gedanken sind teilweise gänzlich überflüssig, sodass es nun fraglich ist, ob das Smartphone daran etwas ändert.

 

Man darf auch nicht vergessen, dass es solche ähnlichen Diskussionen bereits gab. Dies waren in der Vergangenheit Raucherpausen oder auch Großraumbüros. Dadurch könnte man die Diskussion um die Smartphones in diese Reihe hinzufügen.

Nixon und auch andere Wissenschaftler fordern hierzu mehr Forschung. Dies ist sicherlich ein interessanter Ansatz, um die Produktivität zu untersuchen. Denn die Zahlen sprechen für sich: die allgemeine Produktivität hat abgenommen, wobei der Verkauf von Smartphones deutlich stieg.

Man kann hierzu beispielsweise die Produktivität von unterschiedlichen Büros miteinander vergleichen. Das eine Büro arbeitet sehr konventionell und entfernt alle Störfaktoren inklusive Smartphones. Das andere Büro hat alle Störfaktoren um sich herum und ebenso die Smartphones. Nach einem gewissen Zeitraum kann man dann die Produktivität vergleichen.

Dabei ist sicherlich die Qualität des Ergebnisses auch eine entscheidende Frage. Solange diese Forschung noch nicht unternommen wurde, können Sie ganz simple Methoden anwenden, um die Smartphone-Zeit zu schmälern.

Handy an gewissen Orten verbannen

Es gibt bereits Experten, die sich damit auseinandergesetzt haben. Beispielsweise wird empfohlen, dass im Schlafzimmer das Handy tabu ist. Allerdings sollte man sich nicht nur in einem privaten Haushalt eine Tabu-Zone einrichten, sondern ebenso bei der Arbeit. Hierbei ist es dann wichtig, dass das Smartphone außer Sicht- und Hörweite ist.

Denn wenn man das Smartphone trotzdem noch klingeln hört, wird man schnell nervös und möchte wissen, was es für eine Neuigkeit gibt. Auf der Arbeit ist es zwar etwas schwieriger, sich von seinem Smartphone zu trennen und dies irgendwo hinzulegen, jedoch kann man hier eine andere Technik anwenden.

So kann man sich am Tag drei Zeiträume aussuchen, in denen man dann wirklich nur am Handy ist und Facebook, Twitter und Co. besucht. Dies sollte aber nicht über mehrere Stunden gehen.

Unovision GmbH ist eine SEO- und Inbound-Marketing-Agentur in Ulm. Auch unsere Mitarbeiter agieren ähnlich. In der Mittagspause darf man das Smartphone gerne herausholen und auch während des Arbeitens ist es erlaubt, darauf zu schauen. Jedoch haben wir solch eine hohe Motivation, sodass das Handy freiwillig weggelegt wird.

Dadurch konnten wir bereits 2017 beachtliche Zahlen erreichen und freuen uns umso mehr auf das neue Jahr!

 

Vibration ausschalten und Handy verstecken

Ein Tipp, den wir auch gerne anwenden, ist folgender: Wir schalten die Vibration des Handys aus und legen dieses dann hinter den Bildschirm. Mit der Zeit vergisst man, dass das Smartphone dort liegt. Nach einiger Zeit kann man die Mitteilungen überprüfen oder Newsletter lesen.

 

Mobile-Apps nutzen

Ferner gibt es auch einige Apps, bei denen man einen gewissen Zeitraum einstellen kann, in dem das Handy gesperrt bleiben soll. Das hauptsächliche Problem ist nämlich, dass wir etliche Male immer nur ganz kurz das Handy nutzen. Diese kleinen Male läppern sich, sodass man teilweise mehrere Stunden damit verbringt.

Wir können hier die App Forest empfehlen. Man kann einen Zeitraum zwischen 1-120 Minuten festlegen und in dieser Zeit wird ein virtueller Baum gepflanzt. Wenn man die App in dem Zeitraum verlässt, stirbt der Baum ab. Sobald man 2000 Punkte gesammelt hat, wird ein realer Baum gepflanzt. So tut man zugleich noch etwas Gutes für die Umwelt.

Flug- oder Schlafmodus nutzen

In der heutigen und schnelllebigen Zeit kann ein erholsamer Spaziergang Gold für die Seele sein. Allerdings ist dem nicht so, wenn dauernd das Handy klingelt. In solchen Fällen hilft beispielsweise der Flugmodus massiv. Diese Einstellung hat beispielsweise jedes Apple-Gerät. Dadurch wird die WLAN- und Internet-Verbindung unterbrochen und man kann keine Nachrichten erhalten.

Wenn Sie zusätzlich den Schlafmodus einstellen, können Ihnen Apps auch keine Nachrichten zusenden. Dadurch haben Sie Ruhe und können die Zeit produktiv nutzen.

Handy nicht auf der Toilette verwenden

Wenn Sie auf die Toilette gehen, nehmen Sie manchmal Ihr Smartphone mit. Dies verlängert die Zeit aber maßgeblich. Entweder beginnt man sinnlos in Facebook zu surfen, liest irgendwelche Artikel oder spielt Mobile-Games. Dadurch verbringt man nicht nur sehr viel Zeit auf der Toilette, sondern verteilt auch unzählige Bakterien.

Diese tummeln sich dann in den Händen durch das Smartphone. Hygienisch ist dies ein Unding und sollte aus gesundheitlichen Aspekten vermieden werden.

Handy-Wecker ausschalten und richtigen Wecker nutzen

Wenn Sie abends ins Bett gehen wollen, nutzen Sie sicherlich den Wecker Ihres Smartphones. Doch dies ist sehr verführerisch. Denn Ihr Handy liegt morgens neben Ihnen. Sie fangen dann an, die Mails zu checken, noch bevor der Tag wirklich startet. Dadurch liegt man länger im Bett, als man es eigentlich möchte.

Nach dem Frühstück können Sie dann gerne auf Ihr Smartphone zugreifen. Nutzen Sie Ihr Smartphone aber nicht eher.

 

Autofahren ohne Smartphone

Wenn Sie gerne während der Autofahrt zum Smartphone greifen, dann sollten Sie hier schleunigst intervenieren! Dies ist nicht nur extrem gefährlich, sondern kann auch sehr teuer werden. Legen Sie es deswegen während der Autofahrt in den Kofferraum. Dadurch kommen Sie nicht in Versuchung, auf das Smartphone zuzugreifen, wenn Sie Autofahren.

An Raststätten können Sie dann Ihr Handy herausholen und dieses nutzen. Dann ist Zeit, einen Kommentar zu schreiben oder Kontakt zu einer Person aufzunehmen – nicht während der Fahrt.

 

Vertreten durch:

Geschäftsführer:
Daniel Gurrieri,
Giuseppe Gurrieri,
Michael Fiedler

icon3   +49 (0) 731 880 7070
icon2    info@unovision.de
icon1    www.unovision.de

Wichtig: Diese Website verwendet Cookies, die Tracking-Informationen über Besucher enthalten können. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.