Fehler bei der Marketing-Automatisierung

Der Begriff Marketing-Automatisierung umfasst etliche Bereiche. Lead-Management und E-Mail-Workflows sind nur sehr kleine Teilbereiche, wenn wir von Marketing-Automatisierung sprechen. Durch neuartige Innovationen und Technologien wird die Automation inzwischen möglich gemacht und erleichtert vielen Marketern das Leben. Da die Kraft von Automatisierung so immens ist, haben wir auch ein eigenes Tool für LinkedIn erstellt, namens Linked Assist. Darauf gehen wir am Ende des Artikels ein.
Hier soll es nun um die häufigsten Fehler bei der Marketing-Automatisierung gehen. Schließlich ist die Implementierung nicht gerade die einfachste und es gibt viele Aspekte, die man berücksichtigen muss. Es ist extrem wichtig, dass Ihre Marketing-Prozesse optimal verwirklicht wurden, sodass diese auch gewinnbringend arbeiten.

Warum Marketing-Automatisierung verwenden?

Sicherlich haben Sie schon einmal von der Automatisierung gehört. Im englischsprachigen Raum heißt es Marketing Automation. Hierfür benötigt man Softwares und Programme, die gewisse Schritte eigenständig übernehmen. Man kann dann Softwares erstellen oder erstellen lassen, die Teilaufgaben übernehmen und dadurch viel Zeit sparen. Diese Zeit kann dann anderswie verwendet werden.

Am häufigsten findet man die Automatisierung im E-Mail-Marketing wieder. Hier definiert man im Voraus E-Mails, die an einen Interessenten zu einem bestimmten Zeitpunkt geschickt werden. Darüber hinaus findet man auch viel Automatisierung bei der Lead-Segmentierung und beim Veröffentlichen von Inhalten. So spart man extrem viel Budget und Zeit.

Das Potenzial ist immens hoch, wenn man weiß, wie es richtig eingesetzt wird. Deswegen möchten wir Ihnen hier nun einige Fehler nennen, die Sie auf jeden Fall vermeiden müssen, wenn Sie erfolgreich sein möchten.

Fehler 1: Mangelnde Personalisierung

Dieser Fehler wird sehr oft im E-Mail-Marketing gemacht. Jedoch kommt dieser Fehler ebenso beim Vorausplanen des Contents vor. Durch die Automatisierung kann man etliche Kanäle zeitgleich bedienen und Kampagnen steuern. Doch versetzen Sie sich einmal in die Situation eines Kunden. Würden Sie sich von einem Unternehmen geschätzt fühlen, wenn Sie genau wissen, dass Sie Massen-E-Mails erhalten? Sicherlich nicht.

Deswegen ist es auch extrem wichtig, dass man die Individualität eines jeden Leads beibehält. Schließlich steckt hinter jedem Lead auch nur ein Mensch. Umfragen haben dies auch bewiesen. Leads, Kunden und potenzielle Kunden wollen persönlich angesprochen werden. Dies erhöht die Interaktionsrate und verbessert die Beziehung.

Ferner ist die Umsetzung auch recht simpel:

  • Parameter für persönliche Anrede in E-Mails beachten
  • Lead-Segmentierung und daraufhin personalisierte Inhalte per Mail verschicken
  • Neue Inhalte für Zielgruppen im Blog oder Social Media

Ein Geschäft kommt nur zwischen zwei Menschen zustande. Deswegen darf der Interessent auch nicht merken, dass gerade eine Maschine mit ihm kommuniziert. Geben Sie ihm das Gefühl, dass sich wirklich ein Mitarbeiter Gedanken gemacht hat, wie er den Lead nun kontaktiert. So können Sie eine wirklich langfristige Beziehung und Bindung zu Ihrem Unternehmen aufbauen!

Fehler 2: Lead = Mensch

Durch die Automation kann man Massen von Leads in wenigen Sekunden ansprechen. Sie können unzählige Emails verschicken und ein sehr breites Publikum ansprechen. Allerdings dürfen Sie nicht vergessen, dass Sie allein durch Leads kein Geld verdienen. Man muss die Interessenten auch zu Käufern umwandeln. Allerdings ist nicht jeder Interessent bereit, Geld auszugeben. Teilweise fehlt hier das nötige Vertrauen oder er hat sich nur für das kostenfreie Produkt interessiert.

Sie müssen folglich eine sehr genaue Leadsegmentierung betreiben und ein anderes Ziel verfolgen. Die Anzahl an Interessenten und Mail-Adressen, die Sie sammeln, ist egal. Denn eigentlich geht es darum, dass Sie qualifizierte Interessenten gewinnen, kaufbereite Interessenten und finanziell starke Interessenten.

Hierunter fasst man die Personen, die sich nicht nur für das Freebie gemeldet haben, sondern die auch wirklich Interesse an Ihrem Unternehmen und an Ihren Dienstleistungen haben. Wenn Sie sich auf die richtigen Personen konzentrieren, verschwenden Sie gleich viel weniger Ressourcen und Budget. Folglich müssen Sie die richtigen Informationen zu den einzelnen Leads sammeln und diese dann automatisch bewerten.

Daraufhin kann man die unterschiedlichen Interessenten, dann in unterschiedliche Kampagnen stecken und sich dadurch auf das gewünschte Publikum konzentrieren. Führen Sie sich hierfür nochmal Ihr Buyer-Persona vor Augen – wer soll bei Ihnen Kunde werden?

Anschließend ist es wichtig, dass Sie einige Fragen zu Ihrer Kundschaft beantworten.

  1. Welche Bedürfnisse hat das Publikum, das Sie erreichen möchten?
  2. Was gibt es für Herausforderungen und was für Probleme hat Ihr Publikum? Bieten Sie die Lösung?
  3. Wie alt ist die Käuferschaft, welches Geschlecht hat sie, wie sieht der Familienstand und der Bildungsgrad aus?

Diese drei Fragen müssen beantwortet werden, um effektives automatisiertes Marketing zu betreiben. Daraufhin konzentrieren Sie sich dann auf die Kampagne, die Ihre Käuferschaft umfasst. So sparen Sie Geld, aber verdienen mehr.

Fehler 3: Es gibt mehr als nur E-Mail-Marketing

Jedes Unternehmen hat 2017 einen Newsletter. Fast jedes Unternehmen nutzt hierfür auch eine Software, die das Versenden automatisiert. Allerdings wäre es falsch, wenn Sie sich nur hierdrauf konzentrieren. Schließlich sinken die Öffnungsraten von Mails stetig und durch neue Technologien gibt es noch viele andere Kanäle, die ebenso wichtig sind.

Sie sollten jetzt auf keinen Fall gänzlich auf E-Mail-Marketing verzichten – das wäre auch falsch. Schließlich braucht man dieses auch für Lead-Nurturing.

Überdedenken Sie in Zukunft Ihren Auftritt in Social-Media und Ihre Automation bei Ihrem Content-Marketing. Wir können es gar nicht oft genug sagen, aber schauen Sie sich immer wieder Ihr Buyer-Persona an! Erstellen Sie Blogartikel, die einen realen Mehrwert liefern. Helfen Sie, Probleme zu lösen und werden Sie ein Freund Ihrer Interessenten.

Durch etliche Funktionen und Tools kann man nun auch das Veröffentlichen von Beiträgen automatisieren. Beispielsweise bietet Facebook solch eine Funktion an. LinkedIn und Google+ haben nachgezogen. Für die anderen sozialen Netze, wie für Twitter, gibt es dann Tools wie beispielsweise Hootsuite.

Zudem kann man durch soziale Netze automatisiert persönliche Nachrichten verschicken. Die Öffnungsrate ist hier weitaus höher, als bei den klassischen E-Mails. Gehen Sie mit dem Trend und konzentrieren Sie sich nicht auf aussterbende Pferde!

Fehler 4: Messen Sie Ihre Ergebnisse!

Sie sparen Zeit und Geld – das sind wohl die offensichtlichsten Vorteile bei einer korrekten Automatisierung, allerdings gibt es noch viele andere KPIs (Key-Performance-Indicators), die ebenso gemessen werden müssen. Denn wenn Sie Ergebnisse messen können, dann können Sie testen, optimieren und adaptieren, sodass Sie die Ergebnisse verbessern.

Des Weiteren ist das Messen von Ergebnissen auch insofern wichtig, da Sie dadurch wissen, welche Prozesse wirklich wertschöpfend sind. So können Sie Ihr Budget besser verplanen und einsetzen.

Nehmen Sie sich mindestens einmal im Monat ausreichend Zeit dafür, Ihre Ergebnisse auszuwerten. Legen Sie mit dem Start einer jeden Kampagne genau fest, welche KPIs für Sie wichtig sind. Im Laufe der Zeit können hier auch noch Änderungen vollzogen werden. Allerdings sollten Sie beim Start das Ende und Ihr Ziel genau im Blick haben.

Fehler 5: Übertreiben Sie es nicht

Die Zeiteinsparung ist natürlich ein essentieller Entscheidungsfaktor und definitiv ein wahrer Zugewinn. Jedoch sollten Sie es mit den Maßnahmen auch nicht übertreiben. Es gibt viele Marketer, die alles rationalisieren und automatisieren, wobei dies falsch ist. Sie können Ihre Interessenten zu schnell nerven, Sie könnten zu unnatürlich auftreten und dadurch Kunden verschrecken und Sie könnten dadurch Ihr eigenes Geschäft verderben.

Verschicken Sie nicht zu viele Newsletter, sondern lassen Sie ausreichend Zeit dazwischen. Denken Sie immer einen Schritt weiter. Wenn Sie beispielsweise alle 3 Stunden etwas auf Twitter posten, könnten Sie ganz schnell als Spam angesehen werden. Negative Reaktionen bei Usern, die potenzielle Kunden sind, sind dann keine Seltenheit.

Definieren Sie im Voraus eine Frequenz und ermitteln Sie auch, wie oft und wie viel ein Interessent von Ihnen lesen, sehen oder hören möchte. Dies ermitteln Sie beispielsweise durch eine passende Analyse. Wenn Sie sehr viele Abmeldungen in Ihrem Newsletter erkennen können, dann ist dies der erste Faktor, dass Sie zu häufig Mails verschicken.

Zusammenfassung: Fehler bei Marketing Automatisierung

Diese fünf Fehler konnten wir immer und immer wieder bei Kunden wahrnehmen. Es ist wichtig, dass Sie möglichst fehlerfreie Prozesse entwickeln und dann implementieren, denn so sehen Sie auch den wirklichen Mehrwert von Marketing-Automatisierung. Bevor Sie sich willkürlich Software zur Marketing-Automatisierung kaufen, sollten Sie Ruhe bewahren. Erstellen Sie erst einmal eine Strategie und definieren Sie ein Ziel, das Sie erreichen möchten.

Dann können Sie sich auf die Suche nach einer entsprechenden Software machen. Nach der Implementierung von Workflows und anderen Dingen, sollten Sie aber sich immer noch genug Zeit für das Reporting und Auswerten nehmen. Spätestens hier werden Sie Fehler erkennen und diese in Zukunft vermeiden. Dadurch können Sie auch Ihre Geschäftsprozesse optimieren und einen erhöhten Mehrwert für Ihre Kunden erreichen.

Die Implementierung einer Marketing-Automatisierungs-Software erfolgt auf keinen Fall von heute auf morgen. Nehmen Sie sich hierfür ausreichend Zeit und treten Sie in Kontakt mit Ihren Kunden. Wird so etwas überhaupt erwünscht? Wie steht die Käuferschaft zu einer Automatisierung in Ihrem Betrieb? Ohne Ihre Kunden wären Sie nichts. Sie sind abhängig von diesen.

Eine gute Faustformel besagt, dass das Erkennen eines Fehlers bei der Planung 1€ kostet, bei der Entwicklung 100€ und nach der Entwicklung 1000€. Versuchen Sie Fehler durch eine genaue Planung zu vermeiden und Sie werden erfolgreich sein.

Wenn Sie diesbezüglich noch Fragen haben, können Sie gerne mit uns in Kontakt treten. Wir helfen Ihnen und beraten Sie gerne. Schließlich sind wir zertifizierte Experten in diesem Gebiet und können Ihrem Unternehmen dadurch den Schritt in die digitale, automatisierte Welt ermöglichen.

Vertreten durch:

Geschäftsführer:
Daniel Gurrieri,
Giuseppe Gurrieri,
Michael Fiedler

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